Mrz 212018
 

Die Kickboxabteilung des TSV-Neustadt rief zum Wettkampf auf und Vereine aus ganz Norddeutschland erschienen zum Turnier Ende Februar.

Die offene Landesmeisterschaft an der Ostsee im Kickboxen, Shi Ha Ryu, Karate, Kung Fu und Taekwon Do fand in einer Sporthalle in Neustadt statt. Um 10:00 Morgens läutete nach der gemeinsamen Begrüßung der Gong die ersten Kämpfe ein. Auch zwei Schüler der Wun Hop Kuen Do Kung-Fu Abteilung des SC Altstertal-Langhorn nahmen die Herausforderung an.  

Todai Michel startete im Leichtkontakt der Junioren über 75 Kilogramm und setzte sich mit seinem Kampfstil gegenüber allen Gegnern durch und belegte so den ersten Platz in dieser Klasse.

Todai Leo trat an beim Wettkampf der Klassen Hardstyle Kata (wo er den 2. Platz belegte) und Softstyle Kata über 18 Jahre Weiß-Orangegurt, wo er erfolgreich den 1 . Platz belegte.

Insgesamt war es ein schönes Turnier in überschaubarer Größe, das beste Möglichkeit bot um Erfahrungen zu sammeln und bekannte Gesichter wieder zu sehen.

Leo und Michel mit ihren Trophäen

Mai 052017
 

Sihing Boris trat zu seiner Titelverteidigung im April in der Sporthalle Kerschensteinerstraße an und überzeugte wieder einmal durch seine Technik und seinen Siegeswillen.
Zu seinem Titel Hamburger Meister im Leichtkontakt -84 Kg 2017 der WAKO gratulieren wir herzlichst und freuen uns, dass Si Hing Boris durch den Gewinn dieses Titels wiederum die Berechtigung zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft erlang hat.

Okt 282016
 

Sihing Boris und Todai LeoAm Samstag den 15. Oktober 2016 fand in Hamburg/Barsbüttel eines der größten Kampfsportturniere in Norddeutschland mit über 900 Starts statt. Hamburgs Pointfightexperte Frank Feuer von der WAKO war der Veranstalter dieses frischen und jungen Events. Diverse Teams (u.a. aus Deutschland, Dänemark, Bulgarien und Belgien) aus dem In- und Ausland nahmen daran teil.

Zwei dieser Teilnehmer waren Sihing Boris und Todai Leo aus dem Dacascos Continue reading »

Okt 052016
 

Shihan Hamadi Silini von der Kampfkunstschule Mushin in Bad Oldesloe hatte zum freien Kämpfen geladen und einige der Dacascos Wun Hop Kuen Do Schützlinge von Sigung Hubert Wolf aus dem SCALA waren dem Ruf gefolgt. In insgesamt 20 Paarungen hatten unsere Fighter alle Hände und Füsse voll zu tun und konnten sowohl ihr reichhaltiges Repertoire erweitern, als auch an den Mann/die Frau bringen in Form von Schlag- und Tritttechniken.

Hier eine kleine Vorstellung unseres Freizeitkampfteams:  Continue reading »

Feb 292016
 
Erneut hatten wir die Chance aus dem gigantischen Fundus des Arnis einige Dinge kennen zu lernen. Dieses mal waren die Stöcke daheim geblieben und Renshi Christopher hatte ein paar besondere Drills mit im Gepäck. Drill kommt von amerikanischen Wort für Übung, welches wiederum vom deutschsprachigen drillen des 19. Jahrhunderts entlehnt ist, allerdings ohne dessen negativen Grundtenor. Beim Drill steht nicht der äußere Zwang im Vordergrund, sondern das trainieren des “muskulären Gedächtnisses”.

Als kurze Erläuterung worum es sich hierbei handelt: Einfach mal eine Schleife seitenverkehrt binden oder die Zähne mit der anderen Hand putzen. Dinge, welche sich durch beständige Wiederholung in unserem Unterbewusstsein manifestiert haben, gehen uns normalerweise wie von selbst “von der Hand”. Tritt jedoch eine neue Situation auf, stehen wir manchmal wie die Axt in der Wüste. Der Selbstversuch bestätigt, dass so etwas wie Schleife binden oder Zähne putzen rein geistige Prozesse sind. Das Vertrauen unserer Muskeln über das was kommt, gibt den einfachen Weg vor. In den Kampfkünsten ist es nicht anders.

Mit Hilfe solcher Drills lassen sich eine Menge grundlegender Prinzipien des Wirkens verinnerlichen, sowie körperliche Reflexe schulen. Das Arnis ist berühmt für ein großes Repertoire dieser Drills.

Die verschiedenen Partnerübungen waren ergo ebenso zahlreich, wie anspruchsvoll und wir hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände zu tun. Je nach Partnersymbiose sah der Kwon an diesem Abend eine Menge wuchtig, bis flink, fliegender Hände und auch Beine.
Wie es sich für eine gute Stunde gehört floss der Schweiß in strömen und der eine oder andere blaue Fleck, brachte auch eine Woche danach noch ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht im Spiegel.

Am Ende der wie immer viel zu rasch verfliegenden Zeit gab uns Renshi Christopher noch eine Kostprobe eines wirkenden Beispiels mit Sihing Boris als Partner. (siehe Fotos)

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Renshi Christopher für diese Reise in die philippinische Stockkampfkunst – die auch ohne Stock zu Recht geachtet ist.
Aug 182014
 

Auf diesem Bild finden sich über 100 Jahre Kampfkunsterfahrung.

Wer hätte das gedacht. Unser Lehrer Grandmaster Hubert Wolf  hatte vor kurzem erst sein 50jähriges Kampfkunstjubiläum (wir berichteten) und nur kurze Zeit später einen Gast in seinem Kwon, welcher sogar zwei Jahre vor ihm, mit dem Weg der Kampfkünste begonnen hatte.

Shihan Siegmund Sobolewski war auf eine Empfehlung seines Schülers Sensei Thorsten Wießner hin in die Räumlichkeiten der Kung Fu Schule im Schlehdornweg gekommen.

Er wollte uns zu Fall zu bringen und gleichzeitig auf alle Fälle vorbereiten. Zu dieser Lehrstunde hatte er ein paar exquisite Leckerbissen aus seinem reichhaltigen Repertoire mitgebracht, welche kein Hemd trocken ließen.

Auf dem angenehm energischen Lehrplan standen Kontertechniken, Überraschungsangriffe,  fiese Hebel und Würgegriffe, sowie einige interessante Druckpunkt- und Wurftechniken, welche unseren Horizont erweiterten und zumeist Phillip und Igor zu einem atemlosen Lächeln bei rötlicher Gesichtsfarbe trieben.

Der lange Lern- und Lehrweg von Shihan Sobolewski begann im Jahr 1962 mit dem Judo, welches 1967 einen entscheidenden Impuls durch die Erweiterung des Jiu Jitsu erfuhr. Nach einem Umzug in die Hansestadt Mitte der Siebziger, folgte ein notgedrungener Wechsel ins Ju Jutsu, da sich in Hamburg kein adäquater Verein für das Jiu Jitsu finden ließ. (Anmerkung: Jiu Jitsu geht zurück auf die japanischen Samurai und hat eine sehr traditionsreiche und rituelle Geschichte. Das Ju Jutsu wurde Ende der Sechziger in Deutschland aus dem Karate, Jiu Jitsu, Judo und Aikido als Selbstverteidigung entwickelt und später flossen viele weitere asiatische Kampfaspekte mit ein.)

1974 absolvierte er erfolgreich seine Prüfung zum 1.Dan Schwarzgurt im Ju Jutsu und diesen Weg setzte er bis 1989 mit dem 5. Dan fort. Er ist weiterhin einer der wenigen Lehrer mit einer Trainer A Lizenz und war darüber hinaus Prüfungsreferent, technischer Referent, Lehrwart und Landesvorsitzender und als Funktionär in vielen weiteren Positionen tätig. Momentan unterrichtet er in drei verschiedenen Vereinen. Vor knapp mehr als 10 Jahren, am 19. Juni 2004 wurde ihm der ehrenvolle 7. Dan verliehen.

Die Struktur der Vermittlung einzelner Übungen von Shihan Sobolewski zeugte von großer Achtsamkeit. Immer an verschiedenen Dummies, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, sowohl schnell, als auch langsam und immer mit einem kleinen extra Kniff, als Alternative. Shihan Siegmund Sobolewski macht man so schnell sicher nichts vor – dafür animierte er alle Kung Fu Schüler zum Nachmachen. Und das ordentlich. In den knappen 90 Minuten belebte eine zweistellige Anzahl von Techniken Mensch und Raum und es war allen Beteiligten anzusehen, dass sie sehr gerne noch weiter gemacht hätten.

Allein die Zeit beendete dieses angenehme Geschenk einer Reise in die kreative Welt des Ju Jutsu. Wir bedanken uns ganz herzlich für den intensiven Austausch bei Shihan Siegmund Sobolewski. Mit einer tollen Auswahl an Bildern wollen wir noch zeigen, was der Abend alles an Griffigem für uns bereit hielt.

alle Bilder (c) Lennart Plötz

 

Aug 132014
 

Es war 14 Uhr am 01.06.2014. Der Sigung und Kampfsportlegende Grand Master Hubert Wolf hatte geladen. Es sollten Freunde und Kampfsportbegleiter kommen, die ihn über seine nun 50-jährige Kampfsporterfahrung bisher begleiten durften. Und es kamen viele- sehr viele!

Ein bunter Mix aus verschiedenen Sportarten stand beim Angrüßen in Reih´ und Glied auf der Matte. Ich sah Jiu-Jitsu, Karate, Kickboxen, Kung-Fu, Sambo und Ju-Jutsu. Viele Großmeister und Meister waren gekommen und man hörte bei der Begrüßung viele hohe Titel wie Hanshi, Renshi, Sifu, Sihing und Sensei…

Nach dem Angrüßen und der Ansprache wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen und Dojos  aufgeteilt: diejenigen, die auf einer Matte trainieren wollten und diejenigen, die keine Matte benötigten. Nun hatten die jeweiligen Meister der Kampfkunst etwa eine Viertelstunde Zeit, ihr System vorzustellen und die Trainierenden bekamen die Gelegenheit, in dem neuen Stil ein paar Übungen zu absolvieren.

Auf der Matte startete es mit Jiu-Jitsu-Renshi Jürgen Friis, der mit Technikkombinationen und einer Messerabwehr zu glänzen wusste.

Für das Ju-Jutsu waren Olaf Bertram (5. Dan JJ) mit zweien seiner Schüler sowie meiner Wenigkeit auf der Matte. Olaf zeigte in gewohnt souveräner und unterhaltsamer Manier, wie man den Uke sorgsam an den Enden verknotet/hebelt und diesen trotzdem werfen kann. Dann ging es mit einem sehr guten Referenten aus Dänemark (Sensei Arthur Philiposian) weiter, den ich dem Sambo zuschreiben würde. Dieser verhebelte die Uke´s am Boden und zeigte dann auch Befreiungen aus Armbeugehebeln am Boden.

Nun war ich an der Reihe und führte eine Variante des Gokyo Nage vor, dann diverse Festleger, einen Schwertwurf (Shihon Nage), einen Kipphandhebel (Kote Gaeshi) und einen verriegelten Armbeugehebel (Ude Garami). Insgesamt wollte ich es nicht zu schwer machen, damit hier jeder zumindestens 1-2 Techniken mitnimmt.

Olaf zeigte dann, was man machen kann, wenn der Uke nach einem Wurf in die Banklage geht und wie man dort weiter arbeiten kann.

Nach dem Abgrüßen erfolgte eine Rede durch die Hanshi´s Michael und Holger Boldt, in der  Grand Master Hubert Wolf der 9. Dan der Budo Black Belt Society verliehen wurde. Natürlich wurde der neue Großmeister entsprechend gewürdigt und erhielt zum Mattenjubiläum diverse Geschenke. Anschließend gab es eine sehr unterhaltsame Vorführung durch die Schüler von Grand Master Hubert Wolf. Diese spielten humorvoll den Kampfsportwerdegang des Sigung´s nach und man konnte über einige Stellen herzhaft lachen. Klasse gemacht, Jungs!

Anschließend konnten wir duschen und uns auf das großzügige Buffet stürzen, das Grand Master Hubert Wolf bestellt hatte. Ein supertoller Nachmittag, eine gelungene Veranstaltung, man hat sehr nette Leute & neue Techniken kennengelernt.

Text Thorsten Wießner, Presseteam HJJV

vlnr. hinten Die Sensei’s Ralf Kramberg, Mert Öz, Jörg Lehmann, Si Fu André Weiers, die beiden Sensei’s Thorsten Wießner und Olaf Lorenzen, die Si Fu’s Marvin Sadrinna, Tobias Frömming, Ingo Pontow, Manuel Schwarz und der großartige Renshi Jürgen Friis
vlnr. vorn Shihan Hamadi Silini, hanshi Michael Boldt, Grandmater Hubert Wolf, Kancho Holger Boldt und der weltreisende Präsident der WKU Shihan Klaus Nonnemacher.